Architecture Exhibitions International

Architektur Galerie Berlin SATELLIT

Steal Schinkel
Studio EAST / EPF Lausanne

Aug 11–Sep 2, 2017
Foto: Sebastian Lippok

Architektonische Entwürfe für eine neue Bauakademie
EAST – Laboratory of Elementary Architecture and Studies of Types, Prof. Anja+Martin Fröhlich

Eröffnung: 10. August 2017, 19 Uhr
Begrüßung: Ulrich Müller (Architektur Galerie Berlin), Prof. Anja Fröhlich (EPF Lausanne)
Einführung: Oliver Elser (Deutsches Architekturmuseum DAM)

Gespräch: 31. August 2017, 18:30 Uhr:
Donatella Fioretti (Bruno Fioretti Marquez Architekten)
Regula Lüscher (Senatsbaudirektorin und Staatssekretärin für Stadtentwicklung)
Dr. Hans-Dieter Nägelke (Direktor Architekturmuseum TU Berlin)
Modertion: Prof. Martin Fröhlich (EPF Lausanne)

Seit 2004 steht auf dem historischen Standort von Schinkels Bauakademie eine Imagination des Originals. Während die Attrappe nach außen wie ein massives Haus erscheint hat sich das Innere im Verlauf der Jahre zu einem Dickicht aus Bäumen und Sträuchern entwickelt, in dem zahllose Vögel leben. Inneres Biotop und äußerer Schinkeltraum beschreiben gleichsam das Spektrum der Möglichkeiten eines Wiederaufbaus.

Dieser Zustand hat uns zu einem Research-Projekt angeregt, das eine zeitgemäße Interpretation im Schinkel-schen Sinne proklamiert. Dabei sollten Lösungen gefunden werden, die sowohl von technischer Innovation als auch von Poesie getragen werden – inspiriert von der Freiheit alles immer neu und weiter zu denken.
Bei der Entwurfsarbeit standen folgende Fragen im Mittelpunkt: Wie und wie viel transferieren wir von der Erinne-rung an Schinkels Bauakademie? Wie wollen wir uns im Kontext der Stadtlandschaft an diesem Ort verhalten? Wie wollen wir das Funktionsprogramm des Gebäudes für die Zukunft fortschreiben? Wie kann unsere Art des Entwerfens im Schinkelschen Sinne heute ihren Ausdruck finden?

Im März 2017 hat der Bundestag 62 Millionen Euro für den Wiederaufbau der Bauakademie bereitgestellt. In diesem Kontext erhalten die Entwürfe eine zusätzliche Aktualität. Sie lösen sich von der starren Vorstellung eines Fassadenzombies und zeigen exemplarisch, wie eine zeitgenössische Lösung Inhalt und Form in Einklang bringt.