Architecture Exhibitions International

Staatliche Kunsthalle Karlsruhe

Bauliche Zukunft der Kunsthalle Karlsruhe
Präsentation der Ergebnisse des Architektenwettbewerbs zur Sanierung und Erweiterung der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe

Mar 17–May 25, 2018
© Staab Architekten, Berlin

Der Wettbewerb für die Sanierung und Erweiterung der Kunsthalle ist entschieden: Das Preisgericht hat über die Vorschläge in Sitzungen am 14. und 15. März 2018 intensiv beraten und einen Siegerentwurf ausgewählt. Alle Wettbewerbsarbeiten werden vom 17. März bis 27. Mai 2018 während der Öffnungszeiten in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe bei freiem Eintritt ausgestellt.

Das hochkarätig besetzte Preisgericht unter dem Vorsitz von Professor Matthias Sauerbruch hat sich einstimmig für den Vorschlag des Architekturbüros Staab Architekten aus Berlin entschieden. Als Sachpreisrichter unterstützten das Preisgericht unter anderem Professor Dr. Susanne Baer, Professor Dr. Bernhard Maaz und der Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe, Dr. Frank Mentrup. Darüber hinaus wurde das Preisgericht beraten durch Sachverständige wie Professor Peter Weibel und Professor Heinz Mohl, den Erbauer des letzten Abschnitts der Staatlichen Kunsthalle.

Das Preisgericht würdigte den sensiblen Umgang mit dem historisch wertvollen Bestand im Zusammenspiel mit der Idee eines tiefergelegten Hofes mit umlaufender Balustrade. Damit gelingt es den Planern in überzeugender Weise, die minimale Andeutung eines eigenen Baukörpers mit eigener Identität zu generieren und gleichzeitig die Besonderheit und die Eigenständigkeit der bestehenden Fassaden als Exponat im Museum hervorzuheben.

In dem zweigeteilten Wettbewerb zeigt der Realisierungsteil, wie das Hauptgebäude baulich und strukturell weiterentwickelt werden soll. Der Museumsbetrieb soll wesentlich verbessert werden. Mit dem Siegerentwurf kann nun in die konkrete Planung eingestiegen werden. Auf dieser Grundlage sollen auch belastbare Kosten ermittelt werden. Der Ideenteil beleuchtet, wie die Staatliche Kunsthalle ganzheitlich weiterentwickelt werden kann. Dabei wurde das benachbarte Amtsgerichtsareal mit einbezogen. Damit der Ideenteil umgesetzt werden kann, muss zuerst das Amtsgericht Karlsruhe umziehen. Die Optionen, das Amtsgericht adäquat neu unterzubringen, werden bereits geprüft.

Neben dem 1. Preis wurden ein 2. Preis und vier Anerkennungen vergeben.