Architecture Exhibitions International

Die Raumgalerie Stuttgart

Bluebox
Umbau und Erweiterung der Jung Gründervilla

Aug 17–Sep 9, 2018
Opening: Aug 16, 7:00 pm
Ausstellung Bluebox die JUNG Gründervilla. Visualisierung: nga © Die Raumgalerie

Im März 2017 lud die Firma JUNG aus dem sauerländischen Schalksmühle junge Architekturbüros zu einem offenen, einphasigen Realisierungswettbewerb ein. Ziel war die Umstrukturierung des ehemaligen Wohngebäudes des Firmengründers Albrecht Jung zu einem „Begegnungs- und Dienstleistungszentrum“. Die Ausstellung zeigt die Gewinnerarbeit des Hannoveraner Büros nga Nehse & Gerstein Architekten BDA sowie die vielfältigen weiteren 32 Arbeiten – die sich somit auch der öffentlichen Diskussion stellen.

Die 1928 von dem Dortmunder Architekten Fritz Stutzkeitzki – ein ehemaliges Mitglied des BDA – erbaute Wohnvilla ist oberhalb der ehemaligen Fabrik positioniert und diente bis zum Jahr 2014 Siegfried Jung, Sohn des Firmengründers Albrecht Jung, als Wohnsitz. Seitdem steht das repräsentative Gebäude leer und soll nun zukünftig als Think Tank! und neues Begegnungs- und Dienstleistungszentrum einen identitätsstiftenden Ort der Marke JUNG dienen. Das Gebäude in Hanglage ist eingebettet in eine auf die Anfänge des 20. Jahrhunderts zurückgehende Wohnbebauung unweit des Schalksmühler Zentrums. Dieses spannungsvolle, städtebauliches Terrain stellt höchste Anforderungen an die Gestaltqualität des zu entwickelnden Gebäudes. Unter Nutzung der vorhandenen Potenziale und unter Berücksichtigung des Charakters der umgebenden Gebäude und Freiräume sollte mit dem Wettbewerb eine dem Ort angemessene, hochwertige Bebauung gefunden werden, die sich sinnvoll in das städtebauliche Umfeld einfügt. Hinzu kommt, dass die notwendige Sanierung und Neugestaltung der JUNG Gründervilla die regionale Bedeutung des Ortes nachhaltig stärken soll. Ziel ist es einerseits, die Zukunftsfähigkeit des Gebäudekomplexes langfristig und nachhaltig zu sichern. Andererseits sollen die vorhandenen Flächen den aktuellen Erfordernissen und Bedürfnissen der Albrecht JUNG gemäß dem vorliegenden Raumprogramm angepasst werden. Um außerdem die weitere Expansion des Unternehmens mit einem neuen Geschäftsfeld realisieren zu können, sollten die Architekten einen Erweiterungsbaukörper in Fertigbau-/Leichtbauweise für Büro- und Arbeitsplätze einplanen.

Aus 33 Arbeiten wählten die Fachpreisrichter Sabine Keggenhoff, Elke Reichel, Peter Cachola Schmal, Jan Kleihues, Roger Riewe unter dem Vorsitz von Michael Schumacher drei Preise und zwei Ankäufe aus. Der erste Preis ging an das Hannoveraner Büro nga Nehse & Gerstein Architekten BDA, Hannover. Der zweite Preis wurde doppelt vergeben: an Feyyaz Berber und Timo Steinmann aus Köln sowie an das Studio Yonder – Architektur und Design aus Stuttgart. Einen Ankauf erhielt das Studio 2xK aus Münster und Burukerbarnikol aus Dresden. Die Ausstellung zeigt die 33 Arbeiten in einer auf den Wettbewerb zugeschnittenen Präsentation – und stellt die Entwürfe somit auch der öffentlichen Diskussion.