Architecture Exhibitions International

Stadtwerkstatt Berlin

Der Komplex Karl-Liebknecht-Straße
zwischen Utopie und Realität

Mar 22–Apr 23, 2019
Zeichnung: © Hans-Peter Schmiedel

Der Komplex Karl-Liebknecht-Straße gehört zu den markantesten Gebäuden in der Berliner Mitte. Gleichzeitig ist seine Geschichte bisher kaum bekannt. Die Ausstellung »Der Komplex Karl-Liebknecht-Straße – zwischen Utopie und Realität« will diese Lücke füllen.

Der zwischen 1967 und 1973 errichtete Komplex war ein Vorzeigebau, für den fast grenzenlose Ressourcen zur Verfügung standen. Deshalb konnten die Planer die Utopien der Moderne hier in einer fast ungebrochenen Form verwirklichen. Diese Geschichte wird in der Ausstellung anhand unveröffentlichter Dokumente nachgezeichnet. Die Visionen der Planer, die politischen Rahmenbedingungen und internationalen Einflüsse sind ebenso Thema wie die alltägliche Nutzung. Vorgestellt werden auch die extravaganten Interieurs und Kunstwerke, die dem Komplex eine besondere Note gaben. Es entsteht das Bild eines außergewöhnlichen Gebäudes, in dem sich die Weltpolitik der sechziger Jahre und die Utopien der Moderne gleichermaßen widerspiegeln.

Zur Ausstellung findet ein Begleitprogramm statt
Die erste Veranstaltung ist ein Zeitzeugengespräch mit dem Architekten Manfred Zumpe, der die Berliner Innenstadt maßgeblich mit gestaltet hat. Von ihm stammt nicht nur der Entwurf zum Komplex Karl-Liebknecht-Straße, sondern er hat auch die Wohnhochhäuser auf der Fischerinsel, an der Rochstraße, an der Holzmarktstraße und im Ernst-Thälmann-Park geplant. Er ist heute 88 Jahre alt und lebt in Dresden.