20.9.–2.11.2023

AS A RHIZOME

A way to continue architecture
Adresse
Bei den Mühren 70, 20457 Hamburg
Öffnungszeiten
Mi 13–18 Uhr, Do 13–20 Uhr, Fr 13–18 Uhr

In ihrer Kunst setzt sich die in Isfahan geborene Künstlerin auf sehr persönliche Art mit den Lebensumständen im Iran auseinander, die sich in den letzten Jahren radikal geändert haben. Sie verbindet dies mit ihrer Leidenschaft zur Architektur, die sie als ihre Bestimmung empfindet; als Kombination aus Beruf, Aktivismus und Lebensstil. Ihre praktische Tätigkeit als Architektin gestaltet sich zunehmend schwieriger. Für Baharak Keshani ist es allerdings weder eine Option, sich aus ihrem Beruf zurückzuziehen noch, sich mit den aktuellen Gegebenheiten klaglos abzufinden, so sind ihre Zeichnungen eine Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln und ihren Weg im Dazwischen zu finden – das „Schaffen“ als Grundlage ihres Lebens.

„Mein persönliches Leben ist ein kleines Beispiel für die Veränderungen, die in den letzten vier oder fünf Jahren das Leben aller Iraner in sozialer, politischer und persönlicher Hinsicht beeinflusst haben. Obwohl unsere veränderte Situation eine schwierige Situation war und ist, habe ich mich nicht damit abgefunden und aufgegeben wie viele andere Iraner. Deshalb musste ich meinen beruflichen Weg ändern. Ich persönlich bezeichne dieses ständige Bemühen, nicht innezuhalten, als eine rhizomartige Bewegung. Eine Bewegung, die mich dazu brachte, vom Hauptweg zu den Nebenwegen zu wechseln und eine Möglichkeit zu finden, das Leben mit den Werkzeugen interdisziplinärer Konzepte und Kategorien der Architektur fortzusetzen, die ein Verständnis für die gegebenen Bedingungen vermitteln. Daher kann ich sagen, dass meine Architektur nicht beendet wurde, sondern nur an anderer Stelle wieder aufkeimte. Es war eine Art des Weiterlebens, um lebendig zu bleiben. Ich wollte nicht nur sein; ich wollte werden. Deshalb nutzte ich die mir zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, um meine Verwundbarkeit zu minimieren. Ich wollte Barbapapa sein; ich wollte mich in den Zwischenräumen bewegen, um zu überleben, genau wie Rhizome.“ Baharak Keshani

Baharak Keshani wird zur Vernissage anwesend sein und neben einleitenden Worten der Künstlerin selbst, wird Volkwin Marg (gmp · Architekten von Gerkan, Marg und Partner) die Laudatio sprechen. Wir freuen uns, Sie am 19. September 2023 um 19 Uhr zu einem interessanten Austausch, Snacks und Getränken begrüßen zu dürfen!