Vital Architecture
Mit Vital Architecture zeigt Atelier Li Xinggang ausgewählte Projekte aus China, die Räume schaffen, in denen Natur und gebaute Umwelt zu einem lebendigen Ganzen verschmelzen. Architektur wird hier als Zusammenspiel von Raum, Umgebung, Geschichte und Erfahrung verstanden – eine Haltung zwischen Idealismus und Realität, in der das Gebaute vermittelt und verbindet. Fünf räumliche Strategien bilden die Grundlage des Konzepts einer „Vital City“, in der Bauten nicht isoliert, sondern im poetischen Dialog mit ihrer Umgebung stehen.
Eine vielschichtige Szenografie aus Modellen, Skizzen, Bildern und Filmen machen den architektonischen Prozess erfahrbar – von der Forschung über den Entwurf bis zur Nutzung. Die Ausstellung zeigt, wie räumliches Wissen in konkrete, zeitgemäße Architekturideen umgesetzt wird und so zu einer vitalen gebauten Umwelt beiträgt.
Vital Architecture – Between Idealism and Reality gibt Einblick in eine Praxis, die sich konsequent mit den Bedingungen des Bauens in einer sich wandelnden Umwelt auseinandersetzt. Architektur wird nicht als autonomes Objekt verstanden, sondern als vermittelnde Instanz zwischen Natur und Artefakt, Vergangenheit und Gegenwart, individueller Wahrnehmung und kollektiver Realität.
Die Ausstellung bei Aedes gliedert die Projekte in fünf räumliche Strategien: Introvertierte Gärten in der Stadt, Symbiose von Neuem und Altem auf „Ruinen“, Bauten in kontextarmen Umgebungen, Clusterartige Unterkünfte auf Basis struktureller Einheiten sowie Architektur im Zusammenspiel mit der Landschaft. Trotz unterschiedlicher Maßstäbe verbindet diese Arbeiten ein gemeinsames Ziel: Architektur als lebendiges System zu entwickeln, das Umwelt, Struktur und menschliche Erfahrung in Balance bringt.
Die Präsentation folgt diesem integrativen Ansatz. Skizzen, Modelle, Fotografien, Filme und räumliche Inszenierungen sind in Schichten angeordnet und eröffnen verschiedene Zugänge zu den Projekten. Die Holzkisten für die Modellpräsentation bestehen aus wiederverwendeten Transportverpackungen und verweisen auf den Arbeitsprozess des Ateliers, in dem Forschung, Entwurf, Konstruktion und Nutzung als zusammenhängender Kreislauf verstanden werden. Im Zentrum steht die Idee eines „Total Milieu" – einer Architektur, die körperlich und geistig erfahren wird.
Eröffnung: 6.2.2026, 16:30 Uhr
Redner*innen: Yung Ho Chang, Ulrike Eberhardt, Eduard Kögel, Benedetta Tagliabue, Wilfried Wang, Li Xiangning, Li Xinggang
