16.5.–13.7.2024

Geliehene Szenerien

Adresse
Zollstrasse 115, Zürich CH8005
Öffnungszeiten
Di–Mi 12–18 Uhr, Do 14–20 Uhr, Fr 12–18 Uhr, Sa 11–17 Uhr
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In zahlreichen, im 20. Jahrhundert in der Schweiz entworfenen Gärten und Parkanlagen offenbart sich der Einfluss der japanischen Gartengestaltung. Die Schau illustriert und dokumentiert die katalytische Funktion des japanischen Vorbilds anhand von Beweisstücken aus dem Archiv für Landschaftsarchitektur in Rapperswil und dem Archiv des Instituts Geschichte und Theorie der Architektur der ETH Zürich.

Sie basiert auf der gleichnamigen, bei Birkhäuser erschienen Publikation, die an diesem Abend ebenfalls aus der Taufe gehoben wird.

Thematisiert werden Parallelen zwischen der Schweiz und dem Land der aufgehenden Sonne: die Konnotation als Paradies, die gartengestalterische Ausbildung, das Verhältnis zwischen Garten und Haus, die räumliche Kleinteiligkeit, der Einfluss von aussen.

Die Entwicklung des Phänomens wird einerseits anhand der Zürcher Gartenbauausstellung 1933, der Landesausstellung 1939, der G59 und Grün 80 illustriert. Andererseits werden einschlägige Projekte von Gestalterbüros portraitiert, deren Hinterlassenschaften sich bei der Konsultation unzähliger Pläne, Zeichnungen und Fotografien als ergiebigste Quellen herauskristallisierten.

Szenografisch dreht sich die Ausstellung um ikonische Elemente japanischer Gartenkunst: das Wasser und seine symbolische Nachbildung in Form von Kieslandschaften, die Mondbeobachtungsplattform, die Teiche querenden Schrittsteine, die Solitärgehölze wie Fächerahorn und Zierkirsche und die Kunst des Bonsai.

Eröffnung am Mittwoch, 15. Mai um 19 Uhr

Begrüssung und Einführung in die Ausstellung:
Dr. phil. Rahel Hartmann Schweizer, Autorin und Kuratorin; Lorenz Eugster, Vorstand Architekturforum Zürich und Roland Züger, Konzeption Ausstellung