Constructing Culture

Architektur verbindet Kulturen
Adresse
Blumenstrasse 22, 80331 München
Öffnungszeiten
Mo–Mi 9.30–19 Uhr, Do+Fr 9.30–19.30 Uhr, Sa 9.30–18 Uhr

Die Ausstellung »Constructing Culture – Architektur verbindet Kulturen« präsentiert eine Auswahl internationaler Wettbewerbserfolge und realisierter Bauwerke von KSP Jürgen Engel Architekten. Vier Kulturbauten stehen im Mittelpunkt der Ausstellung. Hierzu zählen die Nationalbibliothek in Peking, das Kunstmuseum in Nanjing und das Art Museum Tianjin sowie die Große Moschee in Algier, deren Bau im Jahr 2012 begonnen wurde. Sie ist die drittgrößte Moschee der Welt und repräsentiert wie kein anderes Projekt von KSP Jürgen Engel Architekten die länder-, kultur- und religionsübergreifende Zusammenarbeit. Der Neubau der Großen Moschee in Algier ist für bis zu 120.000 Besucher täglich konzipiert, der Gebetssaal wird bis zu 35.000 Menschen fassen und das Minarett wird nach Fertigstellung mit ca. 265 Metern das höchste Bauwerk Afrikas sein.

Insgesamt 44 atmosphärische, teils skurrile Fotografien illustrieren die unterschiedlichen Schauplätze und Baustellen sowie den jeweiligen kulturellen Kontext, in dem diese Bauwerke entstanden sind. Neben den Fotografien werden weiterführende Informationen wie Kurzbeschreibungen, Abbildungen und Zeichnungen auf vier großformatigen Tafeln präsentiert, die die Möglichkeit bieten, einzelne Aspekte zu den vier Kulturbauten zu vertiefen. Außerdem werden in der Ausstellung Modelle zu den vier Hauptprojekten zu sehen sein. Anlässlich der Ausstellung ist ein Katalog mit 244 Seiten Umfang erschienen.

„Die Möglichkeit, im Ausland tätig zu sein, eröffnet uns in vielfältiger Hinsicht neue Wege. Das Planen und Bauen im Ausland ist keine Einbahnstraße. Wir profitieren auch selbst davon – von der Erfahrung, von dem interkulturellen Dialog und der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.“ beschreibt Jürgen Engel den interkulturellen Austausch bei seinen Auslandsprojekten. Die Erfahrungen, die er als Architekt in einem fremden Kulturkreis sammeln konnte, schildert Jürgen Engel am Beispiel China und Algerien wie folgt: „Jede Kultur, die sich neu entwickelt, kann das nicht nur aus sich selbst heraus schöpfen. Sie wird immer Impulse von außen verarbeiten müssen, und das ist hier der Fall. Der Wille dazu und die Offenheit dafür, das sind für uns sehr beeindruckende Erfahrungen. Unsere Aufgabe ist es, Neues zu entwickeln, neue Wege zu gehen und die Gesellschaft neu zu interpretieren.“