Onnis Luque DOMINIO
Sand, Stein und Erde gehören zu den am häufigsten abgebauten Rohstoffen der Erde – doch ihre Gewinnung wird selten abgebildet, geschweige denn als grundlegend für die gebaute Umwelt verstanden.
In der Ausstellung „DOMINIO: Ein unvollendetes visuelles Archiv architektonischen Extraktivismus“ spürt der Architekturfotograf Onnis Luque diesen oft unsichtbaren Ursprüngen des Bauens nach und verfolgt sie zurück zu den unberührten Landschaften, aus denen sie entstehen. Was 2014 mit einer zufälligen Begegnung an einer Sandgrube am Straßenrand begann, entwickelte sich zu einer jahrelangen Untersuchung der extraktiven Geografien Mexikos – vom Mezquital-Tal bis zum Hochland von Chiapas, von der Sierra de las Mitras bis zur Halbinsel Yucatán. Durch seine Linse fängt Luque die Folgen des unerbittlichen Abbaus ein: zerklüftete Berghänge, klaffende Steinbrüche und industrielle Narben, die sich in die Landschaft eingegraben haben.
„DOMINIO“ macht sichtbar, was Architekturfotografien oft verbergen: dass Gebäude nicht nur an ihrem Standort verwurzelt sind, sondern auch in den fernen Leerräumen, die ihre Materialien hinterlassen.
Eröffnung: 21.3.2026, 13 Uhr
