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Regulierung des öffentlichen Raums in Zürich
Adresse
Wolfgang Pauli-Strasse 15, 08093 Zürich
Öffnungszeiten
Mo–Fr 8–22 Uhr, Sa 8–17 Uhr

Die Ausstellung beginnt mit einer Gegenüberstellung. Eine Installation der Künstlerin Coumba Samba mit dem Titel The National Expo zeigt aus historischen Archiven Dokumente zu Kunst am Bau in Zürich.

In The National Expo hat Samba verschiedene Poller, die häufig zur Verkehrsregelung oder zur Lenkung von Fussgänger:innen eingesetzt werden, im Ausstellungsraum verteilt. Sie sind in Autolacken gestrichen, die den Farben der Fahrzeuge der „vehicle ramming attacks“ während der George-Floyd-Proteste 2020 in den USA entnommen sind. Die Geschichte des Terrorismus in den USA hat zu verschiedenen Anti-Terror-Initiativen, Kriegen und ideologischen Narrativen über innere Sicherheit und nationale Einheit geführt. Samba hinterfragt unsere alltäglichen Begegnungen mit Objekten des öffentlichen Raums, die als Zeichen für Geschichte und nationale Identität fungieren. Die Aktenschränke im Raum, in denen die Archivdokumente präsentiert werden, sind in Pastelltönen aus dem Stadtbild Zürichs eingefärbt.

Die Ausstellung beleuchtet die Bedingungen und Interessen, die Kunst am Bau prägen. Die Ausstellung basiert auf Forschungsarbeiten von Studierenden des Master of Advanced Studies-Programms am Institut für Geschichte und Theorie der Architektur (gta) der ETH Zürich. Von den umfangreichen Beständen des gta Archivs ausgehend, wurden mit Studiengangleiter André Bideau zehn vergleichende Fallstudien erarbeitet. Die Ausstellung spannt einen Bogen vom Historismus über die Moderne bis in die jüngere Gegenwart und thematisiert zentrale Fragen, die durch Kunst-am-Bau-Arbeiten im Stadtraum Zürich aufgeworfen wurden. Die Fallstudien markieren Wendepunkte im Prozess der Urbanisierung, die in einem Geflecht aus Stadtentwicklung, Bauprojekten, politischen Schlüsselereignissen und künstlerischen Konzepten eingebettet sind. Die Studierenden zeigen dabei auf, wie Kunst und Architektur einem steten Wandel der Werte unterliegen, ebenso wie der öffentliche Raum und die Gesellschaft, aus der diese Werke hervorgehen.

Eröffnung: 23.9.2025, 18 Uhr