the body and the space

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Im Adambräu, Lois Welzenbacher Platz 1, 06020 Innsbruck Map
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Tue–Fri 11 am–6 pm, Thu 11 am–9 pm, Sat 11 am–5 pm, an Feiertagen geschlossen
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Raum ist ein synästhetisches Phänomen und wird mit allen unseren Sinnen wahrgenommen, von den Augen über die Ohren und der Nase bis zum größten Organ, der Haut. Nicht ohne Grund spricht man vom Raum als dritter Haut, der die Sinneswahrnehmung und unsere körperlichen Erfahrungen prägt. Proportion, Materialität und Licht erzeugen Atmosphären, stimmen den Raum und beeinflussen die Rezeption. Sowohl im kleinen als auch im größeren Maßstab, wie z. B. im öffentlichen Raum, beeinflusst die Gestaltung das individuelle wie auch kollektive Empfinden und damit letztlich unser soziales Verhalten.

Es gibt eine lange und umfassende Geschichte der Auseinandersetzung mit der Körper-Raum-Beziehung: vom Versuch von der Körperproportion auf ein gültiges Raummaß zu schließen über fotografische oder filmische Analysen bis hin zu künstlerischen wie auch architektonischen Konzepten oder realisierten Bauten, die dieses Thema behandeln und zwischen Körper und Raum vermitteln. Zunehmend verändert auch die virtuelle Welt die Körper-Raum-Beziehung und beeinflusst unser soziales wie gesellschaftliches Leben.

In den letzten Monaten mussten wir erfahren, dass die gewohnte Körper-Raum-Beziehung brüchig geworden ist und wir in einer mehrschichtigen Distanzerfahrung leben müssen. Sowohl der soziale Aspekt, die Entkörperlichung des Alltags, die spürbare Veränderung des öffentlichen Raums wie des individuellen räumlichen Lebens und die zunehmende Verlagerung vieler Lebensbereiche in den virtuellen Raum haben Fragen zur Beziehung zwischen uns als sozialen Wesen und der persönlichen wie kollektiven Raumerfahrung aufgeworfen.

Dieser "intakten" oder "gestörten" Beziehung zwischen Körper und Raum und deren gesellschaftspolitischer Bedeutung widmet sich die Ausstellung "Die Körper und der Raum", zu der über 200 Personen eingeladen wurden – Architekt*innen, Grafiker*innen, Designer*innen, Künstler*innen, Theoretiker*innen, Historiker*innen und Kritiker*innen, die in den vergangenen Jahren mit ihren Ausstellungen, Vorträgen, "Vor-Ort"-Gesprächen sowie ihrer Jurytätigkeit und nicht zuletzt als aktive Mitglieder des aut am Programm mitgewirkt haben.

Rund 110 sind unserer Einladung gefolgt und haben einen Beitrag zu dieser Ausstellung in Form einer visuellen, hör- oder lesbaren Referenz geleistet, die die jeweils persönlich wahrgenommene Beziehung zwischen dem/den Körper/n und dem realen, sozialen wie auch virtuellen Raum so gut wie möglich verdeutlicht. Mit der Präsentation dieser um einen kurzen erklärenden Text ergänzten Fotos, Grafiken, Filmen und Tondokumenten setzt das aut jene Ausstellungsreihe fort, die – wie "Haus Enzian", "ex libris", "sketches", "genius loci" und zuletzt "einfach alltäglich" – versucht, die Wahrnehmung und den persönlichen Zugang von Architekt*innen und Gestalter*innen zu einem Thema zu vermitteln.