22.4.–9.5.2021

MigraTouriSpace

Raummigration und Tourismus. Ein Kunst- und Forschungsprojekt von Stefanie Bürkle
Adresse
Prinzenstraße 84.2, 10969 Berlin Map
Öffnungszeiten
Mo-So 10-20.00 Uhr

MigraTouriSpace ist eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Reisen als eine Annäherung der Phänomene Migration und Tourismus.

Es geht um das Reisen von Bildern, Menschen und Räumen. Raummigration meint Migration, bei der mit den Menschen auch Räume wandern. Tourismus meint nicht mehr Urlaub als Ausnahmezustand, sondern den touristischen Blick der, mit nach Hause genommen, längst das prägt was man Alltag nennt.
Stefanie Bürkle ist Künstlerin, Stadtforscherin und Professorin für Bildende Kunst am Institut für Architektur an der TU Berlin. Das Projekt ist Teil des Sonderforschungsbereichs SFB 1265 „Re-Figuration von Räumen“ an der TU Berlin.
Das Kunst- und Forschungsprojekt MigraTouriSpace untersucht die Überlagerungen von Migration und Tourismus. „Migration verläuft ähnlich global wie Tourismus und bedingt sich teilweise sogar gegenseitig“, so Stefanie Bürkle. Denn: „Veränderungen im Stadtraum, beeinflusst oder gar hervorgerufen durch Migration, ziehen Touristen an.“

Stefanie Bürkle ist selbst gereist und hat mit ihrem interdisziplinären Team über drei Jahre lang in Korea und Berlin fotografiert, gefilmt und Interviews geführt. Entstanden ist ein Themen-Bildatlas beider Orte. Die als Case Studies ausgewählten Orte in Korea und Deutschland, das vietnamesische Großhandelszentrum Dong Xuan Center in Berlin Lichtenberg und das deutsche Dorf Dogil Maeul in Südkorea, stehen für das Spannungsfeld zwischen einer Migration kulturell kodierter räumlicher Kontexte und post-touristischen Praktiken. Beide Orte sind zu touristischen Attraktionen geworden, dabei entstehen neue Konflikte.