Serpentine Pavilion 2026
Das Atelier LANZA betont die Rolle des Designs im täglichen Miteinander und sieht das Streben nach Schönheit als ein wiederkehrendes Thema in seiner Arbeit. Das von Isabel Abascal und Alessandro Arienzo gegründete Architekturbüro mit Sitz in Mexiko-Stadt hat den Serpentine Pavilion 2026 auf dem englischen Architekturmerkmal „Serpentine“ oder „Crinkle-Crankle-Wall“ verankert. Die Wand bezieht ihre Stabilität aus ihrer geschwungenen Form, für die weniger Ziegelsteine benötigt werden als für eine gerade Wand. Der Name des Pavillons, „Serpentine”, ist von diesem Merkmal inspiriert, das die Südwand des Pavillons bildet und subtil auf den nahe gelegenen Serpentine Lake verweist, dessen sanfte Kurve an die Form einer Schlange erinnert.
Die Nordwand des Bauwerks steht im Dialog mit der umgebenden Landschaft und schmiegt sich an die nahe gelegenen Baumkronen. Ein lichtdurchlässiges Dach lässt Licht und Luft in den Raum eindringen und mildert so die Grenze zwischen Geschlossenheit und Offenheit. Das Dach ruht leicht auf Ziegelsäulen, die an einen Baumhain erinnern.
Das Atelier LANZA wählte Ziegel als Hauptmaterial, um die typisch englische Gartentradition zu würdigen und einen Dialog mit der bestehenden Ziegelfassade der Serpentine South Gallery herzustellen, die ursprünglich als Teepavillon erbaut wurde. Der Pavillon besteht aus einer rhythmischen Wiederholung von Ziegelsäulen, die die Wand von undurchsichtig zu durchlässig verwandeln.
